Kaum eine Branche zeigt so deutlich wie die Augenoptik, wie schnell ein bewährtes
Geschäftsmodell unter Druck geraten kann. Fachkräfte werden knapp, die Technik verändert das
Handwerk, und Kundinnen und Kunden erwarten heute etwas anderes als vor zehn Jahren. Ich
schaue als Führungs- und Team-Beraterin auf die Branche, nicht als Optikerin. Mich beschäftigt
deshalb vor allem, wie man ein Unternehmen durch einen Umbruch führt, ohne die Menschen zu
verlieren.
Der Druck ist real
Wer heute ein Optik-Geschäft führt, spürt drei Entwicklungen gleichzeitig. Qualifiziertes Personal ist
schwer zu finden und noch schwerer zu halten. Neue Technologien verändern, wie beraten, gemessen
und verkauft wird. Und die Kundschaft vergleicht online, bevor sie den Laden betritt. Jede dieser
Entwicklungen für sich ist zu bewältigen. Zusammen verlangen sie eine Führung, die den Wandel aktiv
gestaltet.
Aus alten Mustern ausbrechen
Der Reflex vieler Betriebe ist verständlich. Man macht weiter wie bisher, nur ein bisschen schneller. Das
reicht nicht mehr. Wer attraktive Fachkräfte gewinnen und binden will, braucht mehr als angemessene
Arbeitsbedingungen. Fachkräfte bleiben, wenn ihre Expertise anerkannt wird und sie sich
weiterentwickeln können.
Das gilt weit über die Optik hinaus. In meiner Arbeit mit Führungsteams sehe ich denselben Punkt in
ganz unterschiedlichen Branchen. Über die Bindung entscheidet am Ende weniger das Gehalt als das
Gefühl, gebraucht und gefördert zu werden.
Neue Wege in Marketing und Angebot
Traditionelle Werbung erreicht die Menschen kaum noch dort, wo sie ihre Entscheidungen treffen. Für
Optik-Betriebe bedeutet das, in durchdachtes Marketing zu investieren und neue Geschäftsfelder zu
prüfen – die Sportoptik ist ein Beispiel für eine Nische, die Wachstum verspricht, wenn man sie ernst
nimmt. Für Sie als Führungskraft steckt darin eine grundsätzliche Frage. Trauen Sie Ihrem Team zu,
Neues auszuprobieren, und geben Sie ihm den Raum dafür?
Ausbildung und Weiterbildung, die sich auszahlen
Eine faire Ausbildungsvergütung zieht junge Menschen an und signalisiert, dass ihr Beitrag zählt. Und sie
ist erst der Anfang. Wer seine Mitarbeitenden kontinuierlich weiterbildet, macht sein Unternehmen
anpassungsfähig. In einer Branche, die sich stetig verändert, ist kontinuierliche Weiterbildung schlicht die Voraussetzung, um mitzuhalten.
Was Führungskräfte mitnehmen – auch außerhalb der Optik
Die Augenoptik durchläuft einen Wandel, den man nicht abwählen kann und der vielen Branchen noch
bevorsteht. Wer ihn als Führungskraft aktiv gestaltet, statt ihn zu erdulden, verschafft sich einen
Vorsprung. Drei Beobachtungen nehme ich aus diesem Beispiel mit. Erstens braucht Veränderung
Haltung; neue Werkzeuge greifen erst, wenn die Führung bereit ist, alte Muster loszulassen. Zweitens
sind die Menschen der schwierigste und zugleich wichtigste Faktor – Fachkräfte gewinnen Sie über
Kultur und Entwicklung, selten über Ansagen. Und drittens braucht es Mut, denn neue Geschäftsfelder
entstehen nur, wenn jemand den ersten Schritt zulässt.
Wenn Sie Ihr Unternehmen durch einen solchen Wandel führen, stehe ich Ihnen als Beraterin und
Vertraute zur Seite. Kontaktieren Sie mich gerne per Mail, auf LinkedIn oder über meine Website.